THERAPIEFORMEN
Die tibetische und chinesiche Medizin existieren schon seit über 5'000 Jahren. Beide basieren auf Erfahrungswissenschaften und Naturbeobachtungen und wurden im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt. Im Gegensatz zur westlichen Medizin, die sich auf das Funktionieren des menschlichen Organismus konzentriert, betrachten die tibetische und chinesische Medizin den Menschen ganzheitlich, also als Einheit von Körper, Geist und Seele, in seiner Umwelt und letztendlich dem Universum.
Die tibetische Medizin geht von drei Körperenergien aus, die die Vitalfunktionen beherrschen. Diese drei Energien stehen in Wechselwirkung mit den fünf Elementen, in denen der Mensch eingebettet ist, Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum. Solange sich die Energien in einem harmonischen Gleichgewicht befinden, ist der Mensch gesund. Störungen dieses Gleichgewchts können zu Störungen seiner Gesundheit führen. Das kann durch direkten Einfluss auf die Energien, durch die sogenannten Geistesgifte geschehen, oder durch Änderungen im Umfeld des Menschen hinsichtlich der fünf Elemente.
In der chinesischen Medizin steht das Prinzip des Yin und Yang im Vordergrund. Einfach gesagt stehen in einem Menschen viele gegensätzliche Dinge miteinander im Gleichgewicht. Hitze und Kälte, hell und dunkel, männlich und weiblich, und vieles mehr. Auch wenn die Dinge gegensätzlicher Natur sind, ergänzen sie sich doch und fliessen teilweise ineinander über. Ohne Hitze gibt es zum Beispiel keine Kälte, was aber genau heiss und was kalt ist, hängt davon ab, in welcher Umgebung man es betrachtet. Dazu gibt es die Lebensenergie Qi, die bei einem gesunden Menschen ungehindert auf Energiebahnen durch den Körper fliessen kann. Störungen kann es geben, wenn es einen Mangel oder Überfluss an Qi gibt oder sich der Mensch nicht im Gleichgewicht befindet, wodurch das Qi nicht richtig fliessen kann.
Zum Wiedererreichen des harmonischen Gleichgewichtes gibt es bei beiden Medizinformen verschiedene therapeutische Verfahren, die unter dem Oberbegriff "Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)" zusammengeführt werden. Bei der tibetischen Medizin sei zu erwähnen, dass die ganzheitliche Betrachtung auch z.B. die Geisteshaltung beinhaltet und somit z.B. Meditationen zu einer Therapie gehören können.






